Märkische Umfahrt

Die unzähligen Touren durch das weitverzweigte Wassernetz lassen sich nach Gusto in verschieden lange Ausfahrten einteilen. Genau das richtige, um im Frühjahr wieder in Gang zu kommen und eine neue Saison zu starten. Die Strecke ist abwechslungsreich, nie langweilig. Die gesamte Bandbreite von urbanen bis zu einsamen Streckenabschnitten ist hier erlebbar.

Überblick

Ein- und Ausstieg
Spreewaldhof Leipe
Leiper Dorfstraße 2
03222 Lübbenau/Spreewald

www.spreewaldhof-leipe.de

GPS-Daten:
51.858471
14.039384

Parken ist am Spreewaldhof möglich.

Ausgangspunkt für Abstecher

www.prieros-camping.de

GPS-Daten:
52.216803
13.771446

Alternative Touren
Von Erkner aus auf den Berliner Gewässern

Seheswertes im Umfeld
Zahlreiche Sehenswürdigkeiten lassen sich entlang der Ufer entdecken.

Info

Strecke
ca. 170 km - Leipe nach Erkner (ohne Abstecher)
ca. 95 km - Erkner nach Leipe (ohne Abstecher)

Dauer
ca. 10 Tage  gesamte Rundtour (inkl. Pausen)

Übernachtung
Insel Seddinwall (Auf Anfrage beim LKV Berlin e.V.)

Schwierigkeit
evtl. durch Schiffsverkehr

Tourbeschreibung

Die unzähligen Routen durchs weitverzweigte Wassernetz lassen sich je nach Gusto in verschieden lange Ausfahrten einteilen. Genau das richtige, um im Frühjahr wieder in Gang zu kommen und eine neue Saison zu starten. Genauso kann man eine große Wanderrundtour daraus machen.

  • Leipe über Petkamsberg durch die Dahme nach Erkner: ca. 95 km (ohne Abstecher)
  • Erkner über große Tränke, durch Fürstenwalde hindurch an Beeskow und Petkamsberg vorbei nach Leipe: ca. 170 km (ohne Abstecher)

In Leipe im Oberspreewald geht es immer die Spree abwärts über Lübbenau nach Lübben im Unterspreewald. Von dort geht es an Schlepzig und Leibsch vorbei in und durch den Neuendorfer See. Ein weiteres Stück Spree, hier die »Krumme« genannt, der Schwielochsee wird kurz angeschnitten und dann durch weitere kleine Seen nach Beeskow. Bei Neubrück geht's dann über die idyllische Drahendorfer Spree zur Spree-Oder-Wasserstraße und darauf nach Fürstenwalde. Nach etwa 20 Kilometern begradigter Kanalstrecke zweigt an der Großen Tränke (Wasserwanderrastplatz GPS-Daten: 52.368686, 13.993458) die Müggelspree ab und windet sich ca. 35 km lang Erkner am Dämeritzsee zu.

Zwischen Lübben im Unterspreewald und Erkner vor den Toren Berlins nennt sich dieser Teil der Strecke »Wasserwanderweg Spree«. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut: Rastplätze, Campingplätze und Bootshäuser laden zum Übernachten ein. Die Strecke ist abwechslungsreich, nie langweilig. Manche Schleuse und Umtragestrecke bereitet Einzelfahrern etwas Kopfzerbrechen, gehen aber dann doch. Schließlich erreicht man Erkner. Von dort ist das Zentrum von Berlin in einer guten halben Stunde und für drei Euro mit der S-Bahn leicht zu erreichen. (Gesamtstrecke: ca. 170 km)

Die Rücktour führt von Erkner aus über die südöstlichen Berliner Seen, die Dahme und den Spree-Dahme-Umflutkanal. Erkner verlässt man südwärts und erreicht über den Gosener Graben den langgestreckten Seddinsee. Auf der Insel Seddinwall besteht nach Voranmeldung beim Landes Kanu Verband Berlin die Möglichkeit im eigenen Zelt zu übernachten. Am Wasserstraßenkreuz bei Schmöckwitz geht es Dahme aufwärts, gegen eine nur imaginäre Strömung, über ein paar kleinere Seen und an Königs Wusterhausen vorbei nach Prieros. In Märkisch Buchholz vereinigen sich die Wasser vom Spree-Dahme-Umflutkanal und der eigentlichen, unscheinbar kleinen Dahme. Am Köthener See bietet sich eine »Abkürzung« über die Wasserburger Spree zum Puhlstrom. Somit spart man sich das restliche Kanalstück bis zum Verteilerbauwerk bei Leibsch. Nach ca. 70 km bei Petkamsberg schließt sich die Runde. Von dort sind es nur noch 25 km bis zum Spreewaldhof Leipe, dem Ausgangspunkt.

Oft ist man dann ganz alleine auf dem Wasser. Auch der zweite Teil der Märkischen Umfahrt ist sehr abwechslungsreich und landschaftlich lohnend. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es fast ebenso zahlreich wie an der Spree und in passenden Entfernungen. Eine problemlose Versorgung mit Lebensmitteln ist gewährleistet, die Schleusen und Umtragestellen sind machbar, wenn auch nicht immer leicht. Wer viel Zeit mitbringt, kann zwei lohnende Abstecher machen: einerseits über Storkow in den Scharmützelsee und nach Bad Saarow, andererseits nach Teupitz am gleichnamigen See. Ausgangspunkt für beide Abstecher kann der Campingplatz am Mühlenfließ in Prieros sein. (Gesamtstrecke: ca. 95 km)

Die »Märkische Umfahrt« genannte Rundfahrt kann je nach Kondition in einer guten Woche bewerkstelligt werden. Genusspaddler sollten aber zehn Paddeltage einplanen, um Zeit für die zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang der Ufer zu haben.