Rundtour Stößensee nach Tiefwerder

Diese Rundtour führt durch die Tiefenwerder Wiesen, auch Klein Venedig genannt wegen seiner vielzahligen Kanäle (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Gebiet in Köpenick). Hier geht es beschaulicher zu als auf der belebten Havel, der Blick richtet sich weniger in die Ferne, vielmehr sind es die Ufer und ufernahen Bereiche mit einer Vielzahl von Wasservögeln und anderer Tiere die einen in den Bann ziehen.

Überblick

Ein- und Ausstieg
Versehrten-Wassersport-Gemeinschaft Berlin e. V. (nach Absprache)
Havelchaussee 115
14055 Berlin
Tel.: +49 30 30112717 (Kanuwart)
​Fragen, ob man auch Parken darf. Wenn es nicht zu viele Anfragen sind, ist der Verein sehr gastfreundlich.

GPS-Daten:
52.505163
13.210850

Alternative Einstiege
Neben dem Schiffrestaurant "Alte Liebe"
Havelchaussee107
14055 Berlin

GPS-Daten:
52.501065
13.209759

Ca. 50 m links neben dem Zugang zum Restaurant gibt es einen wenige Meter breiter Schilfdurchlass. Hier muss man bei schönem Wetter früh kommen, um einen Parkplatz zu finden.

Badestelle Lieper Bucht
Lieper Bucht 1
14193 Berlin
Ein Parkplatz und eine Bushaltestelle sind direkt vor Ort. Mit Rücksicht auf Badegäste kann hier ein Boot zu Wasser gelassen werden.

GPS-Daten:
52.469460
13.196793

Landausflug/
Südhafen Spandau

Naturerleben
Tiefenwerder Wiesen

Info

Streckenlänge
6 km

Dauer
2-5 Stunden

Einsetzstelle
Nach Absprache in der Versehrten Wassersportgemeinschaft.

Übernachtung/Verein
Versehrten-Wassersport-Gemeinschaft Berlin e. V. (Anmeldung erforderlich: Tel.: +49 (0) 30 30112717)
DKV Mitglied
weitere Info siehe Ein- und Ausstieg

Übernachtung/Hotel
Seehotel Grunewald
Marina 141 Hausboote UG

Schwierigkeit
Diese Tour ist gut geeignet für Anfänger.

Tourbeschreibung

Nach Absprache kann man in der Versehrten Wassersportgemeinschaft sein Boot zu Wasser lassen und evtl. zu Beginn oder am Ende der Tour in dem vereinseigenen Restaurant gut und preiswert essen (Montag Ruhetag).

Von dort fährt man unter der Stößenseebrücke hindurch und erreicht den sog. Hauptgraben und in seiner Verlängerung den großen Jürgengraben. Man passiert den „Bootsladen“, der sich auf Kanus und Kajaks spezialisiert hat. Hier zu starten ist für alle Interessierten sinnvoll, die kein eigenes Boot haben.

Das Gebiet entlang der Tiefenwerder Wiesen ist in Teilen Naturschutzgebiet und sehr idyllisch gelegen. Malerische kleine Häuser, viele Wasservögel und eine Unzahl von Seerosen lassen einen fast vergessen, das man immer noch in Berlin unterwegs ist. Klein Venedig wird das Gebiet genannt, weil unzählige kleine Kanäle das Gebiet durchziehen und die Bewohner und Erholungssuchenden sich hier teilweise nur per Boot fortbewegen. Es gibt sogar einige professionelle Fischfangbetriebe, in denen der hungrige Wasserwanderer fangfrischen Räucherfisch erwerben kann.

1960 wurden die zwischen Südhafen, Heerstraße und Havelchaussee liegenden Tiefwerder Wiesen wegen ihres hohen Artenreichtums zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Areal mit weitläufigen Wiesenflächen, Havel-Altarmen und röhrichtbe­standenen Ufern sowie auwald­ähnlichen Gehölzen ist das letzte natürliche Über­flutungsgebiet Berlins.

Wer sich für Hintergrundinformationen interessiert kann die Webseite unterwegs-in-spandau.de besuchen und den Artikel Spandaus Tiefenwerder Wiesen aufrufen. Dort erfährt man viel über die Gefahren, die diesem Naturschutzgebiet durch den geplanten Ausbau der Havel und dem allgemeinen Klimawandel drohen.

Nach 2-5 Stunden (ja - man kann sich hier komplett in Raum und Zeit verlieren - Vorsicht bei Abstecher in Seitenkanäle - sie werden immer schmaler und führen oftmals in eine Sackgasse) erreicht man den Südhafen. Dort wendet man sich nach links und paddelt bis zum kleinen Jürgengraben. Von hier geht es zurück zum Hauptgraben und zurück zum Stößensee.