Villa Lemm

Die Villa Lemm gilt als eines der schönsten und bedeutendsten großbürgerlichen Anwesen Berlins und war von 1945 bis 1990 die Residenz des britischen Stadtkommandanten. Das villenartige Landhaus ist in einen großzügig angelegten 24.000 Quadratmeter einnehmenden Garten, der sich zum westlichen Havelufer erstreckt, eingebettet.

Die im englischen Landhausstil errichtete Villa ist ein zweigeschossiger Bau mit einem in das hochaufragende Mansarddach eingefügten Obergeschoss. Die symmetrisch aufgebaute Gartenfassade hat als Mittelmotiv eine sich vorwölbende Veranda, die im Obergeschoss eine Terrasse vor einem Zwerchgiebel ausbildet. Das Landhaus mit Nebengebäuden und Garten wurden 1907-08 nach den Plänen Max Werners für den Fabrikanten Otto Lemm errichtet. Das Anwesen steht in der Tradition der englischen Landschaftsgärten des ausgehenden 19. Jahrhunderts und repräsentiert den Wandel des Dorfes Gatow zum Villenvorort Berlins.

1912-13 wurde der Garten durch eine von oberitalienischen Villengärten inspirierte Terrassenanlage im Stil der Neorenaissance ergänzt. Sie entsprach ganz dem Zeitgeschmack und wurde von Ludwig Späth konzipiert. Neben einem Palmenhaus wurden ein Wasserbecken, eine Kegelbahn und ein Tennisplatz hinzugefügt. Die Freiflächen wurden mit zahlreichen Skulpturen und Plastiken geschmückt.

Nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Ende der alliierten Kontrollhoheit wurde die Villa von der Stadt Berlin erworben, stand aber mehrere Jahre leer. Kurzzeitig war sie als Residenz des Bundeskanzlers im Gespräch. 1995 ging sie in Privatbesitz über und wurde mit Unterstützung des Landesdenkmalamtes Berlin denkmalgerecht hergerichtet.

Eine Besichtigung ist nicht möglich. Die Villa ist zudem nur vom Wasser aus gut zu sehen.

(Quelle: Berlin.de)

Berlinkarte, Bezirk Spandau

Spandau

Adresse

Villa Lemm
Rothenbücherweg
14089 Berlin
Verkehrsverbindungen 

Bus 134 
Haltestelle Pfirsichweg